Für ein unvergessliches Fotoshooting in Las Vegas verspricht Glück ohne viel Risiko

Der Las Vegas Strip bei Nacht

Letzten Sommer konnte ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllen: Ich machte einen Fotografie-Trip nach Las Vegas! Die Wüstenstadt im Südwesten der USA ist nicht nur für Glücksspieler und Abenteurer aus aller Welt ein Anziehungspunkt; auch für Fotografen gibt es in dieser lebhaften Stadt unzählige tolle Motive und das perfekte Umfeld, um in sich in Ruhe umzuschauen, zu üben und am Ende mit ein paar wahren Schätzen in Bildform aus dem Urlaub heimzukommen. Während meines Aufenthalts in Las Vegas bin ich so ziemlich den ganzen Tag herumgelaufen und habe nach guten Standorten und Blickwinkeln Ausschau gehalten, sodass ich mich bei Sonnenuntergang direkt für eine vielversprechende Session platzieren konnte. Hier möchte ich kurz berichten, welche Motive mich als Fotograf am meisten verzaubert haben und warum gerade Las Vegas der Ort ist, an dem man solche Bilder einfangen kann.

Erstens: Casino-Anlagen machen ein königliches Fotomotiv her

Las Vegas ist hauptsächlich für seine luxuriösen Casinos und extravaganten Unterhaltungsmöglichkeiten auf der ganzen Welt bekannt und genießt einen richtiggehend legendären Ruf als Stadt der großen Gewinne und wilden Partys. All das spielt sich hauptsächlich auf dem berühmten Las Vegas Strip ab, der knapp 7 km lang ist und sich knapp außerhalb des Stadtzentrums befindet. Und hier kommen nicht nur Pokerspieler und Blackjack-Experten voll auf ihre Kosten, sondern auch wir Fotografen, die sich für Nachtfotografie und Langzeitbelichtung interessieren! Die vielen Casino Hotel Resorts am Las Vegas Strip überbieten sich gegenseitig mit Lichtshows und großartiger Architektur, sodass dem Auge des Betrachters eine Menge interessantes Detail geboten wird, dass sich in einer Panoramaaufnahme jedoch zusammenschließt und ein atemberaubendes Gesamtbild ergibt. Caesar´s Palace mit antikem Charme, die Sphinx des Luxor-Hotels mit ihrem mystischen blauen Licht, das riesige Bellagio Hotel mit den tanzenden Wasserspielen - all dies legt die Grundlage für wirklich atemberaubende Bilder.

Zweitens: die perfekten Jagdgründe für Portrait-Fotografie

Aber nicht nur außerhalb der Casinos gibt es faszinierende Motive. Für Fotografen, die sich lieber gerne auf die menschliche Seite der Casinostadt konzentrieren, ist es im Inneren der Glücksspiel-Landschaften am aufregendsten – hier kann man recht einfach unbemerkt Spieler beim Glücksspiel beobachten und so ein paar richtig emotionale, ergreifende Momente festhalten. Ob ein Spieler nun gewinnt und vor Freude weint, ob er verliert und das Gesicht in den Händen vergräbt, oder ob man einfach nur einen Moment tiefster Konzentration auf den Gesichtszügen eines Glücksjägers einfängt, die spannungsgeladene Atmosphäre spiegelt sich auf jeden Fall in den Gesichtern wider und geht so richtig unter die Haut, wenn man sich hinterher das Foto betrachtet. Casinobesucher, die an Slots spielen, machten für mich die besten Portraitmotive aus, denn man kann die Gesichter im Profil fotografieren, während die bunten Lichter der Spielautomaten surreale Lichtflecke auf die Haut projizieren.

Drittens: Die Atmosphäre der Wüste einfangen

Last but not least gibt es auch außerhalb von Las Vegas interessante Fotomöglichkeiten, denn die blinkende, volle und laute Stadt liegt inmitten der wohl konträrsten Landschaft, die man sich vorstellen kann: in einer monotonen, stillen Wüste. Gar nicht so weit von den verschwenderischen Wasserfontänen, den künstlich angelegten Garten der Luxushotels und dem Prunk und Glanz der Spielpaläste gibt es flache, leere Einöde, gekennzeichnet von den Silhouetten der endemischen Josua-Palmlilie und anderen kargen Wüstengewächsen. Für Landschaftsfotografen oder einfach jemanden, der sich nach dem Trubel von Vegas wieder nach etwas minimalistischeren Motiven sehnt bietet die Mojave-Wüste einen angenehmen Gegensatz. Vor allem schwarz-weiß Fotografie bringt die eigentümliche Stimmung, die so gegensätzlich ist zu der am Las Vegas Strip, so richtig heraus. Wer sich in Vegas ein Auto mietet, kann problemlos den Joshua-Tree Nationalpark, den industriell beeindruckenden Hoover-Staudamm oder auch einen alten Flugzeug-Friedhof mitten in der Wüste besuchen und nach Herzenslust auf die Jagd nach den besten Bildern gehen. Auch eine Geisterstadt namens Rhyolite, die noch von der Zeit des Goldrausches übrig ist, birgt wohl unglaublich stimmungsvolle Motive. Leider lag diese jedoch nicht auf meiner Route von Las Vegas nach Los Angeles, was für mich jedoch nur einen Gedanken stärkt: unbedingt will ich nochmals zurück nach Las Vegas, um weiter das Potenzial dieses Fotoparadieses auszuschöpfen und – wer weiß? – vielleicht auch selbst einmal mein Glück in dien vielen Casinos zu testen!

Schauen Sie sich gerne auf meiner Seite um: ich habe noch mehr Tipps rund um die Fotografie!

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